Gleis 4 - wer wir sind

   Deutsche Texte aus eigener Feder und geschrieben hat die meisten davon Andreas Voß – im stillen Kämmerlein, als es „Gleis 4“ noch gar nicht gab. „Ich kannte wenig Leute, die mit Musik zu tun hatten. Daher habe ich für mich alleine ein wenig musiziert“, erzählt der Gitarrist und Sänger der Band. Liedtexte, Melodien und seine warme Stimme können sich hören lassen. Gänsehaut-Feeling pur, wenn „Lodde“, unter dem er auch bekannt ist, seine Ballade anstimmt. Die Herkunft seines Spitznamens reicht in seine Jugendzeit zurück. Aufgewachsen in Sievershagen, war der 39-jährige Maler aus Grevesmühlen oft im dortigen Jugendclub. Nach einer ausgelassenen Feier fand er sich am nächsten Morgen als Erster zum Aufräumen im Klub ein – und fand eine Schale Kartoffelsalat vor, in die ein Silvesterböller gesteckt worden war. „Alles war auf dem Boden, an den Tapeten und an der Decke verteilt“, erinnert er sich. Der Täter ist bis heute nicht „ermittelt“, aber seine Kumpels schoben ihm die Schuld in die Schuhe und nannten ihn fortan scherzhaft „Trümmer-Lodde“. „Lodde“ ist bis heute geblieben.

  Marco „Hetzer“ Retzlaff, 46-jähriger Schlagzeuger der Band und Haustechniker an der Weißen Wiek in Tarnewitz, hat schon in seiner Schulzeit in einer Schülerband mitgewirkt und dort sein Können mit den Drum-Sticks unter Beweis gestellt; „hetzte“ quasi Sänger und Co.

  Wiesel“ leitet sich vom Nachnamen von Daniel Wiesjahn (42) ab, der in der Kita „Am Lustgarten“ in Grevesmühlen als Erzieher arbeitet und in der Band am Bass, am Mikro und an der Mundharmonika zu erleben ist.

  Fehlt nur noch Gitarrist und Keyboarder Maik Reschke, der sich mit einer Tourismusagentur selbstständig gemacht hat. Aber wer die Jungs mit stets guter Laune und immer lustigen Sprüchen auf den Lippen kennt, der weiß: Auch der 49-Jährige wird bald nicht mehr mit Maik angesprochen

werden.

 

OZ Grevesmühlen 17:10 08.08.2019 Jana Franke